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"Jedes Geschenk ein Treffer!"
In Nürnberg startet die Ökumenische Weihnachtsbaumaktion der christlichen Hochschulgemeinden
Nürnberg. Der Erfolg im vergangenen Jahr war so groß, dass die Initiatoren auch in diesem Jahr wieder fleißig „Wunsch-Kärtchen“ geschrieben haben, um sie an eigens dafür aufgestellte Weihnachtsbäume an acht Standorten in Nürnberg zu hängen. Etwa 2000 Kärtchen werden es am Ende sein, darauf stehen alltägliche und notwendige Anschaffungen, wie beispielsweise ein Handtuch, ein Wörterbuch für ein Flüchtlingskind oder eine Streifenkarte für Bus und Bahn. Die Initiatoren weisen darauf hin, dass das Einlösen eines Kärtchens nicht mehr als zehn Euro kosten soll. Die Aktion ist am 24. November gestartet.
„Als Kirche müssen wir in den Hochschulen und in der Gesellschaft präsent sein und auf den sozialen Aspekt unserer Arbeit hinweisen“, erläutert Monika Tremel, Leiterin der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Nürnberg, die Idee der Weihnachtsbaumaktion. „Wir möchten den humanen Sinn von Advent und Weihnachten verdeutlichen.“ Das Kerngeschäft von Kirche sei es, auf Benachteiligung in der Gesellschaft hinzuweisen und auf die Betroffenen zuzugehen, erklärt Kerstin Voges, Hochschulpfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG). Der Blick müsse aber auch auf die armen Menschen weltweit gerichtet werden. Genau da setze die Weihnachtsbaumaktion an: Hilfsprojekte in der Region Nürnberg und im Ausland werden unterstützt. Voges: „Es ist eine praktische und eine spirituelle Aktion.“
Begünstigte Einrichtungen
Sechs verschiedene Kärtchen-Farben stehen für entsprechend viele Einrichtungen, die von der Aktion profitieren: „Orange“ steht für die Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Zirndorf, „Grün“ für die Flüchtlingsberatung der Evangelischen Kirche, „Blau“ für die Obdachlosenpensionen, die vom Caritasverband Nürnberg betreut werden,, „Gelb“ für die Caritas-Straßenambulanz Franz von Assisi, „Rot“ für die Ökumenische Wärmestube Nürnberg und „Violett“ für das internationale Projekt „Help the Maya!“, das Jugendliche aus Maya-Familien im mittelamerikanischen Belize unterstützt und ihnen ein High-School-Stipendium finanziert.
„Jedes Geschenk war ein Treffer!“
Wie gut die Aktion bei den Beschenkten im vergangenen Jahr ankam, das weiß Roland Stubenvoll, Leiter der Caritas-Straßenambulanz ‚Franz von Assisi’, zu berichten. „Für uns war es eine tolle Aktion. Wir konnten die Geschenkwunschliste im Vorfeld erstellen, was unseren Besuchern letztendlich dann auch zugute kam.“ Einige Geschenke seien auch mit persönlichem Gruß und einem zusätzlichen Teelicht oder Schokolade versehen gewesen. „Das war dann die besondere Note, worüber sich die Beschenkten besonders gefreut hatten“, so Stubenvoll. „Und dieser persönliche Gruß wird dann auch lange aufgehoben.“
Martina Heppe von der Erstaufnahmeeinrichtung für minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge in Zirndorf freut sich über die Geste und betont, dass das Haus nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfüge, um alle Wünsche erfüllen zu können. „Spiele, Wasserfarben, Stifte, Utensilien für die Freizeitbeschäftigung, aber auch Essen wie Reis und Nudeln haben bei den beschenkten Jugendlichen für große Freude gesorgt.“
Der Weg der Kärtchen
Wer also mitmachen möchte, der kann ein Kärtchen vom Baum nehmen, den beschriebenen Gegenstand besorgen und verpacken, vielleicht sogar mit einem Gruß versehen. Das Kärtchen wird dann außen an das Päckchen geklebt, so dass es später einer der sechs Einrichtungen zugeordnet werden kann. Abgabe des Geschenkes ist bis zum 16. Dezember an acht ausgeschilderten Orten: Mensa am Sacharowplatz, in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (Findelgasse und Lange Gasse), in der Georg-Simon-Ohm-Hochschule (Bahnhofstraße), in der Evangelischen Hochschule (Bärenschanzstraße), in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (Regensburger Straße), im Seminar Sankt Paul (am Dutzendteich) und in der Musikhochschule (Veilhofstraße). Noch vor dem Heiligen Abend wollen die beiden christlichen Hochschulgemeinden die Geschenke an die Einrichtungen übergeben.
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